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Pictures of yesterday

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„past perfect“ – pastellkreide+kohle

Als ich noch kleiner war als ich es heute bin (auch wenn ich mich heute noch kleiner fühle als ich es damals war) habe ich es geliebt Fotos anzuschauen. Heute ist das nicht anders, aber eine Sache hat sich geändert:

Es gibt immer mehr Fotos die Etwas in „past perfect“ –  zeigen,

abgeschlossener Vergangenheit.

Und irgendwann ist da immer mehr, was man gekannt und wieder verloren hat. Menschen mit denen man ein Stück zusammen gelaufen ist und die dann irgendwann wieder verschwunden waren. Manche unmerklich, andere mit einem riesigen Knall, viel Rauch und Getöse – wie bei einer Zaubershow, bei der etwas schief läuft. Manche verschwinden eigentlich nicht wirklich und sind trotzdem verloren. Laufen in Sichtweite, aber man läuft schweigend. Und einige, die eigentlich noch eine Rolle hätten spielen sollen, fangen mitten im Gespräch an zu schleichen und verschwinden im nächsten Gebüsch. Man redet weiter und stellt erst nach zweihundert Metern fest, dass man mit sich selbst gesprochen hat.

Und dann sind da diese Fotos, von irgendwann, und man steht davor und wundert sich darüber, dass heute alles so anders ist. Und warum das so gekommen ist. Und wann. Und wo war ich als das passiert ist??

Und überhaupt: Warum eigentlich immer dieses undefinierbare Gefühl beim Fotos schauen. Angenehm, aber irgendwo zwischen lustigen Erinnerungen, Wehmut und Entfremdung.

Weil es eben mein Leben in past perfect ist.

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beFreit das wort aus seinen fesseln!

m anchmal überlege ich ob ich nicht einer anderen zeit entstamme,

einer zeit in der meine Chaotische zeichensetzung noch nicht so aufgefallen wäre.

einer zeit, in der kommata noch nach atempausen, oder Lust und laune gesetzt wurden.

in der groß- und kleinschreibung noch nicht nach Sturen regeln befolgt wurden,

sondern demnach ob sie dem autor in ihrer jeweiligen position Wichtig erschienen.

ich, könnte gefallen daran finden.

wäre es nicht dem sinn der sprache als ausdrucks- und kommunikations mittel

viel entsprechender und noch dazu sehr viel Poetischer

wenn die großschreibung nicht regelwerk

sondern der Empfindung des autors Untergeordnet wäre?

wie einst wieder Ausdrucksmittel, nicht dem inhalt untergeordnet

sondern auf einer anderen ebene Gleichgestellt.

wenn mit worten gemalt werden darf, sie nicht nach gesetzen gewählt werden müssen,

eines durch das andere ausgetauscht werden darf, je nach Klang oder schriftBild,

dann will ich auch den einzelnen buchstaben als stilMittel missbrauchen dürfen.

besonders Schön in zusammengesetzten worten wie ich gerade feststellen darf.

ich fordere deshalb: Entreformierung der sprache! beFreit das wort aus seinen fesseln!

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