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Kaminfeuer für die Seele.

Ich bin doch ein wenig überrascht, wie wohltuend es ist nach Wochen am Schreibtisch endlich wieder genug Zeit zum Träumen zu haben.    Sehr zuträglich waren für mich die UND#5 und ArtKarlsruhe -von dem dort gesehenen werde ich wahrscheinlich ersteinmal wieder einige Wochen zehren können.  Das ist für die Seele ein bisschen wie Kaminfeuer.

Hier ein paar von den schönsten Entdeckungen – leider nur von der Art, weil ich das Fotografieren auf der UND vor lauter Glück durch Reizflut versäumt habe. Viel Freude damit.

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Von Etwas gezeichnet

Ich habe vor einer Weile damit begonnen als Portraitierübung nach und nach meine Lieben auf Postkarten zu zeichnen und sie ihnen zu schicken (oder sie versteckt zu behalten, wenn ich Angst haben musste, dass ich dafür eine extra Portion beleidigte Freunde erhalten würde – wie gesagt: PortraitierÜBUNG). Ein Paar aus der Serie Etwas zeichnet die Lieben möchte ich trotzdem schonmal hier einstellen.

Die Dame unter den Lieben findet ihr Portrait heute als Geburtstagspostkarte im Briefkasten.

Hoffe mal sie freut sich.

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Pictures of yesterday

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„past perfect“ – pastellkreide+kohle

Als ich noch kleiner war als ich es heute bin (auch wenn ich mich heute noch kleiner fühle als ich es damals war) habe ich es geliebt Fotos anzuschauen. Heute ist das nicht anders, aber eine Sache hat sich geändert:

Es gibt immer mehr Fotos die Etwas in „past perfect“ –  zeigen,

abgeschlossener Vergangenheit.

Und irgendwann ist da immer mehr, was man gekannt und wieder verloren hat. Menschen mit denen man ein Stück zusammen gelaufen ist und die dann irgendwann wieder verschwunden waren. Manche unmerklich, andere mit einem riesigen Knall, viel Rauch und Getöse – wie bei einer Zaubershow, bei der etwas schief läuft. Manche verschwinden eigentlich nicht wirklich und sind trotzdem verloren. Laufen in Sichtweite, aber man läuft schweigend. Und einige, die eigentlich noch eine Rolle hätten spielen sollen, fangen mitten im Gespräch an zu schleichen und verschwinden im nächsten Gebüsch. Man redet weiter und stellt erst nach zweihundert Metern fest, dass man mit sich selbst gesprochen hat.

Und dann sind da diese Fotos, von irgendwann, und man steht davor und wundert sich darüber, dass heute alles so anders ist. Und warum das so gekommen ist. Und wann. Und wo war ich als das passiert ist??

Und überhaupt: Warum eigentlich immer dieses undefinierbare Gefühl beim Fotos schauen. Angenehm, aber irgendwo zwischen lustigen Erinnerungen, Wehmut und Entfremdung.

Weil es eben mein Leben in past perfect ist.

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