Kaffee

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Die aktuelle Zeit Ausgabe Nr.18/09 beschäftigt sich mit einem meiner Lieblingsthemen: Kaffee.

Sie macht das mal nett, mal weniger nett. Aber alles in allem ist es einfach schön, daheim am Frühstückstisch zu sitzen und mit einer Tasse unterirdischem Senseo Kaffee in der Hand von wirklich gutem Kaffee zu träumen.

Wirklich guter Kaffee war bisher immer Hauptgrund bei der Wahl meiner Nebenjobs, weil ich mir die Maschinen meiner Träume in den nächsten zigtaustend Jahren nicht leisten kann. Mit Siebträgern und viel Chrom.  Bei der Wahl meiner Cafés hatte ich scheinbar immer das richtige Gespür. Ich kenne zwar die szenigen Szene-Cafés von denen die Zeit da schreibt, aber scheinbar hat der Autor die Existenz wirklich wertvollen Cafés übersehen. Es mag ja sein, dass sie selten geworden sind,  aber es gibt sie noch:

Cafés in denen Bohème noch gelebt wird und nicht nur zum Schein besteht.  Digitale Bohème? Liebe Zeit, das ist wie Chucks mit Absätzen ! Bohème statt der schokolierten Espressobohne auf der Untertasse. „Bitte einmal Lebensstil zum Mitnehmen. – Nein, danke. Ohne Tüte, ich hänge ihn gleich um.“

In den Cafés in denen ich bedient habe wurde noch miteinander gesprochen. Es gab kein W-LAN und die Musik diente dazu die Gespräche zu unter- und nicht die peinliche Stille zu übermalen. Der Zeitautor hat definitiv zu wenig Zeit in schönen Cafés verbracht, sonst hätte er ganz sicher spannendere Gespräche belauschen können. Ich wurde regelmäßig neidisch auf Herren mittleren Alters, die sich ihr Leben lang jeder Form von Leistungsdruck entzogen haben und ihrem Leben in irgendeinem Kleinprojekt, ob Bar, Museum, Kino, nur einen Hauch Struktur verpassen.

Und die saßen dann täglich Stundenlang bei mir um die Theke, lasen, schrieben, erzählten Anekdoten oder, ihre Hauptbeschäftigung, sie taten nichts und gaben mir das Gefühl eine furchtbar spießige Studentin zu sein. Wenn man seinen Laptop mit in ein Café bringt, kann man nicht erwarten, dass das Leben wirklich etwas langsamer wird. Der Zeitlupe Effekt kann nur funktionieren, wenn man sich die Zeit nimmt, einfach einmal gezielt nichts zu tun. Aus dem Fenster zu starren und Klaviermusik zu hören. Man kann auch nicht erwarten in überraschende Gespräche vertieft zu werden, denn Laptops sind vermutlich die besten Schutzschilde überhaupt, wenn des darum geht Menschen abzuwehren.  Und die Gespräche mit Cafébesuchern die zuvor eine Stunde lang ins nichts gestarrt haben, waren immer die schönsten.

Achso:

Was die Zeit aber fein gewählt hatte, waren die Bilder von Shinichi Maruyama. Unbedingt anschauen:

http://shinichimaruyama.com/

shinichi-maruyama

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5 Gedanken zu „Kaffee

  1. Domi sagt:

    Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente

  2. das Etwas sagt:

    Da ich Kaffee nie abgeneigt bin, würde ich eigentlich mit fast jedem Kaffee trinken gehen.
    Was nichts daran ändert, dass ich natürlich mit euch besonders gerne meiner Sucht frönen würde :). Wann immer ihr wollt, ich habe definitiv mehr Zeit zur Verfügung als ihr :).

    Hab euch lieb. Schmollend und nicht-schmollend gleichermaßen.

    Achso und. Nix gegen die Ente. Alles andere darf grob, hart und bösartig kritisiert werden. Selbstverständlich. Außer der Ente.

  3. Marco sagt:

    Will auch mit Kaffee Trinken – aber ohne vorab-schmollen 😉

  4. Sebaszian sagt:

    Hui so viele neue Einträge, toll, aber das Entenlied ist etwas strange…

    Ach, und falls es kein exklusives 2er only Kaffee-Trinker-Treffen ist: ich will mit *schmollmund ziehen und mit den Fuß aufstampfen*

  5. Domi sagt:

    Schöner Eintrag.

    Da fällt mir ein – wenn ich mal wieder in der Gegend bin, dann gehen wir beiden mal einen Kaffee trinken, unterhalten uns und starren auch ein bisschen aus dem Fenster. 😉

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